Werte – das Wertvolle im Leben erkennen

Hinter dem Wunsch nach einer Veränderung bzw. Entwicklung steckt bewusst oder unbewusst die Absicht, einen Wert zu vermehren. Werte sind individuelle Zustände, die für Menschen wertvoll bzw. sehr wichtig sind. Egal ob im privaten oder beruflichen Bereich, Werte repräsentieren unsere wirksamsten Motivationsfaktoren: Unser gesamtes Handeln und Streben, unser Tun und Nicht- Tun ist darauf ausgerichtet, für uns Wertvolles wie Anerkennung, Freude, Liebe, Freiheit oder Harmonie zu vermehren bzw. seiner Verminderung entgegenzuwirken. Sind Werte in ausreichendem Masse in unserem Leben vorhanden, erzeugen sie einen tieferen Sinn, der uns glücklich macht. Werden unsere Werte verletzt oder wir vermissen sie bei der Arbeit oder in Beziehungen, kann uns das unglücklich oder gar krank machen.
 
Werte und Ziele als Schlüssel der Veränderung
 
Unsere Ziele beschreiben (lediglich) die Art und Weise, wie unsere Werte erreicht bzw. vermehrt werden sollen. Ein Ziel sagt etwas darüber aus, wie ich glaube, (mehr) sein zu müssen, was ich meine, (mehr) können oder haben zu müssen, um einen persönlichen Wert zu erreichen bzw. zu vermehren. Die Erreichung von Zielen hat mehrere bewusste und unbewusste Aspekte – unter anderem auch Nachteile – und bringt eine Veränderung der inneren Zustände und äusseren Umstände mit sich.
Bei der Frage, was Menschen vermissen oder wovon sie gerne mehr hätten, werden nicht selten «Selbst-Themen» genannt. Selbstbewusstsein, Selbstvertrauen und Selbstsicherheit sind jedoch in aller Regel nur vorgelagerte (noch nicht zu Ende gedachte) Werte. Die Frage ist, was Wertvolles kann und möchte ich in meinem Leben vermehren, wenn ich mehr Selbst … hätte? Auch scheinbare Werte wie Mut, Zeit oder Geld sind letztlich nur Erfüllungsgehilfen für höhere Werte. Wichtig bei all diesen Werten ist der Selbstbezug – es geht hierbei um mich! Beziehe ich meinen Wert von aussen (z.B. Anerkennung oder Besitz) bin ich von der Aussenwelt (anderen Personen, den Umständen) abhängig und richte mich nach ihr anstatt nach meinen Bedürfnissen. Gleiches gilt für das Ziel, über das ich den Wert vermehren möchte: Wie müsste ich (mehr) sein, was können oder tun, um mehr von dem Wertvollen zu generieren? Der Schlüssel zur Entwicklung liegt stets in mir selbst.
 
Welche Werte vermisst Du in bestimmten Lebensbereichen und wie gedenkst Du diese zu erreichen? Das St.Galler Coaching Modell (SCM)® hilft, zu erkennen und zu benennen, was im Leben fehlt und wofür Menschen letztlich die Dinge tun, die sie tun. Die Bewusstwerdung von Wert und Ziel und der daran beteiligten Elemente ist die notwendige Voraussetzung, um Ihrer gewünschten Entwicklung eine klare Ausrichtung zu geben.
 
Quelle: Coachakademie.ch
Bild: Corinna Bildat

Systeme und ihre Verstrickungen sichtbar machen

Menschen sind nicht nur Individuen, sondern gleichzeitig auch immer in verschiedene Systeme eingebunden – in private Systeme (Herkunftsfamilie, selbst gegründete Gegenwarts-Familie, Freundes- und Bekanntenkreis) sowie berufliche Systeme (Unternehmen, Organisationen und Teams). Jedes System besteht aus einzelnen Elementen, die miteinander verbunden sind und besitzt eine Art Selbstregulation sowie eine passende Ordnung, die dem System Stabilität verleihen soll. Ändert sich in einem System auch nur ein einzelnes Element, hat dies sowohl Auswirkung auf den Einzelnen als auch auf das ganze System. Gleichzeitig bestehen Wechselwirkungen zwischen den einzelnen Systemen, die sich bewusst oder unbewusst hinsichtlich ihres Zustands beeinflussen. Die Herkunftsfamilie ist das einflussreichste System, dem Menschen angehören: Hier übernehmen wir als Kind von unseren Eltern generationenübergreifend Wertevorstellungen, Glaubenssätze sowie Denk- und Verhaltensmuster, die uns i.d.R. auf unbewusster Ebene zeitlebens beeinflussen.
 
Unbewusste Konflikte sichtbar machen
Schwelende Konflikte, Ausgrenzungen, Krankheiten, schwere Schicksalsschläge, Tod oder andere systemische Verletzungen in der Familie oder Ahnenreihe haben Auswirkungen auf das gesamte System und dessen Mitglieder. Die Mitglieder des Systems oder deren Nachkommen versuchen dann unbewusst, das System wieder ins Gleichgewicht zu bringen – z.B. etwas in Erinnerung zu bringen oder wieder gut zu machen, eine Ungerechtigkeit zu sühnen. So können wir selbst oder andere Systemmitglieder zu sogenannten «Symptomträgern» werden: Unbewusst übernehmen wir alte Denk- und Verhaltensmuster und handeln manchmal wie fremdgesteuert, indem wir Schicksalsschläge eines Familienmitglieds wiederholen, unglückliche Beziehungen eingehen, partner- oder kinderlos bleiben, unserem Erfolg selbst im Wege stehen, zu Konflikten neigen, uns unsicher oder wertlos fühlen, Ängste oder unerklärliche psychische sowie körperliche Störungen entwickeln. Auch sich wiederholenden beruflichen Fehlschlägen, Selbstsabotage der beruflichen Karriere, Schwierigkeiten mit Autoritäten und Burnout können meist unbewusste Dynamiken in der Herkunftsfamilie zugrunde liegen. Solange man nicht erkennt, mit wem und wie man familiär verstrickt ist, bleiben die eigenen Gefühle und Emotionen und das eigene Verhalten häufig unverständlich.
 
Das St.Galler Coaching Modell (SCM)® ermöglicht es, unbewusst wirkende Konflikte und Dynamiken in familiären, partnerschaftlichen und beruflichen Systemen sichtbar zu machen und in tieferen Gefühls- und Emotionsschichten aufzulösen. Zudem fördert die Coaching-Methode mittels Aufstellungen einen Perspektivenwechsel: Standpunkte und Situationen können aus einem anderen Blickwinkel heraus wahrgenommen werden, so dass eine neue Sichtweise entsteht, die eigene Handlungsspielräume schaffen und Energie für Entwicklungsschritte freisetzen kann.
 
Quelle: Coachakademie.ch
Bild: Frank Spichala

Die Frage nach dem Sinn klären

Über den Sinn des Lebens zerbrechen sich Philosophen seit Jahrtausenden den Kopf. Nicht wenige fragen, ob unsere Existenz überhaupt einen Sinn haben muss. Ist es unser nur unser Ego, das unserem Dasein unbedingt eine Sinnhaftigkeit verleihen möchte? Ungeachtet dessen scheint eine Antwort auf die Frage «Was ist ein sinnvolles Leben?» – Was soll ich tun, wie soll ich mich verhalten, um mein Leben sinnvoll zu gestalten? – einen hohen Stellenwert für uns zu haben. Womöglich gibt es jedoch keine allgemeingültige Antwort auf diese Frage, sondern jeder Mensch muss die Antwort darauf selbst finden, muss sich selbst «be-sinn-en». Zu den meist genannten sinn- stiftenden Faktoren und Lebenszielen gehören die Lebensfreude bzw. das Glücklichsein, zu lieben und geliebt zu werden sowie die Berufung zu finden.

Die wahren Werte identifizieren
Der Sinn des Lebens ist der eigentliche und tiefste Beweggrund eines Menschen, zu handeln. Er orientiert sich an der Verwirklichung von Werten, an Dinge, die für uns wertvoll sind und die wir vermehren möchten. Es gilt also, sich seiner Werte bewusst zu werden. Unsere wirklichen (!) Werte sind nichts, was sich unser Kopf ausgedacht hat oder was ausserhalb von uns ist. Sie sind nicht vom Besitz von Dingen (z.B. Geld) oder Menschen, einer gesellschaftlichen Stellung (z.B. beruflichem Erfolg) oder den Handlungen von anderen Menschen abhängig. Wirklich Wertvolles können wir nur in uns selbst finden und generieren. Es bildet sich spürbar auf der Körperebene ab und wird in Situationen von Werte-Fülle als angenehme innere Zustände (z.B. innere Freiheit, Harmonie, Leichtigkeit, Freude) und in Momenten von Werte-Mangel bzw. -Verletzung als unangenehme innere Zustände (z.B. Traurigkeit, Angst, Ohnmacht) empfunden.
Ein dauerhaftes Werte-Defizit – z.B. basierend auf einem Mangel an Selbst-Vertrauen, Selbst-Akzeptanz oder Selbst-Liebe – kann eine langanhaltende Unzufriedenheit und energetische Erschöpfung im Beruf und/oder Privatleben auslösen. Ein Werte-Mangel kann auch als Fehlen von Sinnhaftigkeit empfunden werden. Oft blockiert der Verstand den Zugang zu Sinnvollem: Bestimmte eingeprägte Glaubenssätze (über uns, die Anderen und das Leben), vermeintliches Erfahrungswissen oder Pseudo-Sinn-Angebote, wie z.B. Unternehmen, die mit materiellen Anreizen locken, können das Erkennen von wirklich Sinnvollem verhindern.

Das St.Galler Coaching Modell (SCM)® unterstützt Menschen bei der Entwicklung eines wertorientierten und sinnstiftenden Selbst. Zudem fördert die Coaching-Methode die Wahrnehmung Deiner eigenen Person jenseits von Denken auf der Körperebene – die Voraussetzung für eine Selbst-Bewusstwerdung.

Quelle: Coachakademie.ch
Bild: Frank Spichala

(K)ein Problem

Nicht wenige Menschen neigen dazu, das Wort «Problem» zu vermeiden und an dessen Stelle Wörter wie «Herausforderung» oder «Thema» setzen. Doch hilft es, dem negativen Aspekt des Problems – eine Sache nicht im Griff zu haben, blockiert oder gelähmt zu sein – auszuweichen und das ganze positiv zu formulieren? Das Problem beschreibt etwas, das uns bei der Erreichung oder Umsetzung eines Ziels (be)hindert und der Vermehrung von etwas, das für uns wichtig ist und einen Wert darstellt, im Wege steht.

Auch wenn Probleme (meist) im Aussen zu bestehen scheinen, so sind wir immer Teil des Problems und tragen meist unbewusst zu dessen Entstehung bei. Probleme bestehen in uns, in Form einer Blockade, eines unerfüllten Bedürfnisses oder einer Verwirrung. Auch wenn es sehr menschlich ist, ungern Probleme zu haben, ist es möglich zu lernen, Problemen wertschätzend zu begegnen. Wir können Probleme und Hürden im Leben als «Boten» verstehen, die uns mitteilen wollen, dass wir uns in bestimmten Situationen verändern bzw. entwickeln sollen. Voraussetzung ist, dass wir nau hinschauen und hören, was die Probleme von uns wollen. Insbesondere immer wiederkehrende Probleme in beruflichen oder privaten Beziehungen können als Aufforderung verstanden werden, über unsere Gefühle, Emotionen und unser Verhalten in Konfliktsituationen nachzudenken: Was genau macht der Konfliktpartner? Welche Gefühle und Emotionen löst er bei mir aus? Wie reagiere ich darauf?

Die Vorteile des Problems erkennen

Probleme können Hinweise auf lang zurückliegende seelische Verletzungen, an die wir uns meist nicht mehr erinnern, liefern. Solche sich wiederholenden Verletzungen führen insbesondere in frühen Lebensphasen oftmals zu einer negativen Bewertung der eigenen Person. Es sind gefühlte Unzulänglichkeiten und Defizite, die neben Angst, wie z.B. zu versagen oder nicht zu genügen, bestimmte Verhaltensmuster entstehen lassen. Wir entwickeln Angriffsstrategien, beschuldigen unser Gegenüber, weisen die Schuld Dingen im Aussen zu oder wir entwickeln Fluchtstrategien indem wir Konflikte vermeiden und uns klein machen. Diese Muster lösen das eigentliche Problem nicht auf, sondern verstärken es indirekt.

Das St.Galler Coaching Modell (SCM)® hilft, die bewussten und unbewussten Aspekte (z.B. die Vorteile) eines Problems zu erkennen und zu erkunden, um was es in der Tiefe wirklich geht. Die Coaching-Methode unterstützt Dich darin, die für die Problembewältigung geeigneten Ressourcen in Dir zu identifizieren und zu aktivieren. Die Bewusstwerdung des Problems und der daran beteiligten Elemente ist die notwendige Voraussetzung, um Deiner gewünschten Entwicklung eine klare Ausrichtung zu geben.

Quelle: Coachakademie.ch

Bild: Corinna Bildat

Neue Energiequellen freisetzen

Im menschlichen Körper laufen ununterbrochen energieverbrauchende Prozesse für verschiedene, lebensnotwendige Grundfunktionen ab. Dabei hängt unser Energieverbrauch nicht nur mit dem Ausmass der physischen Belastung, wie z.B. in Form von körperlicher Arbeit oder Sport zusammen, sondern ist auch von unserem geistigen und seelischen Zustand abhängig. Insbesondere wenn wir Ärger, unerfüllte Bedürfnisse oder Ängste spüren, erhöht sich unser Energieverbrauch deutlich. Diese negativen Emotionen werden in der Regel in Verbindung mit intensivem Denken oder Grübeln – in Form von unangenehmen Vorstellungen oder Erwartungen – generiert. Da das Gehirn der grösste Energieverbraucher in unserem Körper ist, führen diese bewussten kognitiven Prozesse zu einem vergleichsweise hohen Energieverbrauch. Das Unbewusste verbraucht deutlich weniger Energie, obwohl es bei Entscheidungen auf tausendmal mehr Informationen zurückgreift, als der Kopf und damit die Vernunft zur Verfügung hat. Auf der anderen Seite sorgen positive, angenehme innere Zustände für die Produktion bzw. Freisetzung von Energie.

Inneren Frieden schaffen

Unsere Energiebilanz hängt zu einem Grossteil davon ab, wie wir mit Veränderungen – einem Merkmal von Leben und Lebendigkeit – umgehen (können). Die Fähigkeit, Veränderungen anzunehmen und sich einer neuen Situation zu stellen, kann eine grosse Energiefreisetzung bewirken, die in der Folge die Veränderung leichter handhabbar macht. So ist es deutlich energiesparender, bei Veränderungen gelassen zu bleiben, als einen enorm energieaufwändigen Kampf zu führen, der sich gegen Veränderung richtet. Im Zentrum dieses Kampfes steht meist unbewusst die Angst, dem Neuen nicht gewachsen zu sein. Angst bindet sehr viel Energie und kann uns lähmen oder gar blockieren. Die negative, angstgebundene Energie kann jedoch in positive, freudvolle Energie umgewandelt werden. Voraussetzung ist, dass man die meist unbewusste Angst erkennt, sich der Angst stellt und diese als bestehenden Teil des Selbst annimmt. Durch diese Annahme kann eine energetische Transformation erfolgen, in der ein innerer Frieden zu finden ist.

Übrigens: Menschen, die einen hohen psychischen Energieverbrauch haben, verwenden nicht nur ihre eigene Energie, sondern ziehen auch Energie im Aussen ab. Egal, ob sie übermässig viel Anerkennung von Mitmenschen einfordern, sie kontrollierend oder perfektionistisch nicht zu erfüllende Forderungen an sich und andere stellen, sie als Opfer ohne Eigenverantwortung von anderen gerettet werden wollen, oder als Gespaltene nur Schwarz oder Weiss, Freund oder Feind kennen – sie alle benötigen Energie von Mitmenschen. Dies geschieht nicht selten unbewusst.

Das St.Galler Coaching Modell (SCM)® hilft, Momente des Nicht-Denkens in den Alltag zu integrieren und sich von Energieräubern abzugrenzen, um Energie zu sparen und zu regenerieren. Zudem unterstützt Dich die Coaching-Methode darin, angstgebundene Energie freizusetzen, um mittels eigener Ressourcen eine Entwicklung hin zu mehr Lebensqualität zu fördern.

Quelle: coachakademie.ch

 

Kompetenzaktivierung

Pixabay

Aktivieren Sie Ihre Kompetenz-, Lern- und Entwicklungsfelder auf vier Ebenen: 

Mindset: Entwickeln Sie eine ressourcenorientierte Sprache, bauen Sie resilienzstärkende Denkhaltungen und Einstellungen auf. Regen Sie Ihre Neuroplastizität an, fördern Sie Ihre Achtsamkeit und lenken Sie Ihre Aufmerksamkeit auf Ihre Ressourcen.

Embodiment: Entwickeln Sie eine gute Körperwahrnehmung und eine offene Haltung. Bauen Sie Verspannungen ab und fördern Sie Ihre Wohlstimmung, innere Spannkraft, Flexibilität und Beweglichkeit. Bauen Sie Stressmuster und negative somatische Marker ab.

Interaktion mit anderen: Fördern Sie das soziale Engagement, Bauen Sie Sicherheit auf eine gegenseitige Stärkung um Umgang mit anderen auf. Regulieren Sie sich selbst durch resilienzfördernde Kommunikation und pro-soziale Signale.

Kontext-Gestaltung: Gestalten Sie eine resilienzfreundliche Umgebung, erkennen Sie Wechselwirkungsprozesse zwischen Kontextbedingungen, Selbstausdruck und Potenzialentfaltung. Üben Sie einen pro-aktiven Umgang mit konkreten Lernsituationen und Herausforderungen.

Ziel ist es, nach und nach die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, dass Sie aufgrund eines erweiterten Kompetenzbewusstseins in der Lage sind, Ihre Kompetenzen auf allen Entwicklungsfeldern so weit abzurufen, dass Ihnen in Krisensituationen ausreichende Wahlfreiheiten zur Verfügung stehen und Sie handlungsfähig bleiben.

Resilienz

Der Begriff Resilienz kommt ursprünglich aus der Materialforschung und beschreibt die Fähigkeit eines Materials, nach einer Verformung wieder in den ursprünglichen Zustand zurück zu kehren.

Es ist die Kraft, sich von Krisen, wie Trennung, Verlust, Rückschlägen etc. zu erholen und sich nicht dauerhaft zu verbiegen und hilflos sein eigenes Leben zu betrachten. Es ist die Kraft, weiter zu machen und neue Herausforderungen meistern zu können.  Diese Kraft kann bereits im frühen Kindesalter durch positive Bezugspersonen und viel Unterstützung geschaffen werden. Menschen, die in der Kindheit bestärkt wurden, Neues auszuprobieren und weiter dran zu bleiben, können dieses Fähigkeit in der Regel auch im späteren Leben sehr gut nutzen. Diese Erwachsenen haben in der Regel ein sehr starkes Selbstbewusstsein und den Glauben in ihre eigenen Kompetenzen. Dies wiederum führt zu Optimismus und zu der festen Überzeugung, immer eine Lösung zu finden.

Was bringen diese Menschen mit:

  • Eine stabile Gefühlswelt
  • die Fähigkeit Eigenverantwortung zu übernehmen
  • emotionale Stabilität
  • optimale Handlungskontrolle
  • Kontrolle der eigenen Verhaltensreize
  • überlegtes Handeln
  • die Fähigkeit, auf sofortige Belohnungen zugunsten länger geplanter Ziele zu verzichten
  • Perspektivenwechsel zulassen

In den seltensten Fällen hatten erfolgreiche Menschen all diese positiven Eigenschaften von Anfang an. Die gute Nachricht ist, Resilienz ist für alle Menschen in jedem Alter erlernbar! Wichtig ist dabei, dass Sie Menschen um sich haben, die an Sie glauben und Sie fördern. Schaffen Sie sich also ein positives Umfeld mit Menschen, die Sie stärken.

Durchhalten beginnt mit einfachen Sätzen wie:

  • Ich gebe nicht auf
  • Ich schaffe das
  • Ich finde eine Lösung
  • Ich erreiche meine Ziele

Schreiben Sie sich negative Dinge von der Seele. Das ist ein heilsamer Prozess, um mit Schicksalsschlägen, Niederlagen oder Krisen besser umgehen zu können. Sie machen sich damit Ihre Gefühle, Gedanken über Ihr eigenes Leben bewusster und können diese besser sortieren.

Studien in Pennsylvania State University konnten nachweisen, dass sich die Probanden schon nach 10 Tagen ihre Sorgen buchstäblich von der Seele schrieben. Nach 30 Tagen fühlten sie sich sogar besser, als die Kontrollgruppe ohne jeglichen Kummer.

  • Schreiben Sie sich am besten morgens, gleich nach dem Aufstehen alles von der Seele, um den Kopf frei zu bekommen.
  • Nutzten Sie Stift und Papier, denn der langsamere Prozess des Schreibens ist für unser Gehirn förderlich. Es fördert Ihre Achtsamkeit Ihrem Inneren gegenüber.
  • Nehmen Sie sich insgesamt 30 Minuten Zeit und schreiben Sie 20 Minuten am Stück ohne Bewertung
  • Lassen Sie die Rechtschreibung außer Acht
  • Schreiben Sie konstant, ohne Pause und alles, was Ihnen in den Sinn kommt
  • Fällt Ihnen nichts ein, so schreiben Sie genau das: Mir fällt nichts ein und ich schreibe trotzdem einfach weiter, auch wenn ich es komisch finde…
  • Führen sie die Übung mindesten 10 Tage durch

Später reichen oft schon 10 Minuten, da Sie eine gewisse Routine darin bekommen. Durch den „freieren Blick“ für den bevorstehenden Tag und Sie werden sehen, dass Sie sich weniger besorgt fühlen und das dient der Stärkung der Resilienz.

Resilienz bedeutet schließlich

  • Widerstandsfähigkeit und nicht Abhärtung!
  • achtsamer mit sich umzugehen
  • sich Unterstützung zu holen
  • Dinge im Team zu erledigen

Am Ende wird alles gut.
Wenn es nicht gut ist,
dann ist es noch nicht das Ende.

(Fernando Sabino)

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Durchblick am Bildschirm

In der letzten Zeit hat die Bildschirmarbeit weiter zugenommen. Was macht der ständige Blick auf dem Monitor oder Laptop mit den Augen?

Was kann Beschwerden auslösen?

  1. Ungünstige Arbeitsplatzgestaltung, wenig Möglichkeiten zum Blickwechsel, Bewegungsmangel
  2. Schlechte Beleuchtung, Spiegelungen und Blendungen
  3. Schlecht eingestellter Monitor
  4. Sehr trockene Raumluft im Winter
  5. Unzureichende Korrektur des Sehvermögens
  6. Trockene Augen und verminderte Lidschlagfrequenz

Gut sitzen – gut sehen
Der Monitor sollte so ausgerichtet sein, dass man leicht von oben darauf blickt. Beim Sehabstand werden meist 50 bis 80 cm empfohlen. Er sollte stets individuell angepasst werden. Bei normaler Sitzhaltung darf die oberste Zeile am Bildschirm nicht über Augenhöhe sein. Zwei Monitore sollten zentral in einem engen Halbrund aufgestellt werden, sodass Sehabstand und Blickwinkel möglichst gleich sind. Tageslicht kommt am besten von der Seite, denn Gegenlicht strengt die Augen zu sehr an. Fenster und Lichtquellen dürfen sich nicht im Monitor spiegeln.

Was den Augen guttut

  1. Mischarbeit: Tätigkeiten ohne Bildschirmarbeit und mit Bewegung fest im Tagesablauf einplanen
  2. Gute Korrektur einer Sehschwäche
  3. Auf ausreichend hohe Raumluftfeuchtigkeit achten (optimal: um die 50 Prozent)
  4. Ausreichend trinken
  5. Telefonate nutzen, um aufzustehen und den Blick vom Monitor zu lösen.
  6. Drucker außerhalb der Reichweite platzieren
  7. Zwischendurch in die Ferne schauen, ein Bild an der Wand oder eine Struktur an der Decke fixieren
  8. Die Einnahme von natürlichem Vitamin C erhöhen

Mit zunehmenden Alter sinkt die Elastizität der Linse, die Augen können sich schlechter auf Entfernungswechsel einstellen.

Ascorbinsäure in der Linse
Die körpereigene Linse im Auge ist für die Fokussierung des Bildes auf der Netzhaut verantwortlich. Sie hat eine 100mal höhere Vitamin C Konzentration als das Blut. Im Laufe des Lebens wird im Darm immer weniger dieses wasserlöslichen Vitamins aus der Nahrung aufgenommen. Wenn man dies bedenkt, erkennt man schnell den Zusammenhang mit der zunehmenden Trübung der Linse zum Ende des Lebens. Die Hornhaut hat die höchste Konzentration von Ascorbinsäure im Auge. Das Auge und seine äußere Schicht, die Hornhaut sind direkt dem Licht ausgesetzt. Eine 200 fache Konzentration von Vitamin C gegenüber dem Blut ist ein Hinweis dafür, wie sich der Körper und das Auge gerade gegen die Freien Radikalen, die das Licht produziert, wehren muss.

Quellen:
www.dguv.de
www.vbg.de
https://www.brodehl.de

Gelassen bleiben trotz Multitasking – OPC gegen Stress

Der Alltag verlangt von Frauen Höchstleistungen, sei es organisatorisch, psychologisch oder kompetenzmäßig. Niemandem werden so viele Rollen übergestreift – als Mutter, Hausfrau, Berufstätige, Geliebte, Partnerin – wie den Frauen in unserer Gesellschaft. Und sie erfüllen sie. Oft lassen sie sich die Anstrengungen, die das kostet, nicht anmerken. Denn die coole Frau von heute hat hier Aufgaben schließlich gelassen und spielerisch zu erledigen.

Wie viel Energieaufwand das Multitasking kostet, mag unterschiedlich sein. Für die einen ist der Alltag eine Herausforderung, deren Bewältigung als inspirierend empfunden wird, während andere sich am Rande der Überforderung bewegen. Die einen erleben positiven Stress, ‚Eustress‘, die anderen negativen Stress, ‚Distress‘.

Zu den häufigsten Stressauslösern zählen Verlust eines Menschen, Krankheit, Prüfungen und Leistungsschauen, berufliche An- und Überforderungen, Umzug, Verlust des Arbeitsplatzes, Lärm … All dies gehört für viele Frauen zum Alltag.

Negativer Stress bleibt nicht auf ein psychisches Phänomen beschränkt, sondern schlägt sich ebenso körperlich nieder. Bei Distress entsteht nämlich auch der sogenannte oxidative Stress, da im Körper vermehrt freie Radikale produziert werden, die dann die Körperzellen attackieren, mit den bekannten Krankheitsfolgen. Deshalb sollte Distress möglichst vermieden werden. Falls das nicht gelingt, kann man zumindest versuchen, die schädlichen Folgen zu verhindern. Und hierbei hilft OPC. Mit der regelmäßigen OPC-Einnahme lassen sich Stresserlebnisse besser ertragen, psychisch wie physisch.

OPC wirkt in allen Körperbereichen antioxidativ, indem es freie Radikale neutralisiert und an beschleunigter Zellfettoxidation hindert. Es erhält die Körperzellen, Gewebe und Organe vital und funktionsfähig und sorgt so dafür, dass uns ausreichend Energie zur Verfügung steht. Dies wiederum wirkt auf die Psyche zurück, sodass man tatsächlich gelassener mit Stress umgehen kann.

Quelle: Anne Simons, Frauen leben länger mit OPC
https://annesimonsblog.wordpress.com/biografisches/

Licht für die Psyche

Chronischer Stress ist für eine Fülle von gravierenden Erkrankungen verantwortlich. So kann er immunologische Störungen auslösen, die von banalen Infekten bis zu chronisch entzündlichen Darmerkrankungen reichen. 

In stressigen Situationen laufen zahlreiche Reaktionen im Körper ab. So wird unter anderem das Stresshormon Cortisol vermehrt ausgeschüttet. Verantwortlich dafür ist die sogenannte Hypothalamus-Hypophysen-Achse, die Stressachse des Körpers, die vom Gehirn bis zum Darm verläuft. Und genau an dieser Stelle setzen sogenannte Adaptogene an, die eine Cortisol-Ausschüttung auf natürliche Weise regulieren. 

Adaptogene sind biologisch aktive Substanzen, die in Pflanzen und Pilzen vorkommen und diese so anpassungsfähig an ihre Umwelt machen. Mit adaptogenen Pflanzen hält die Natur eine besondere Gruppe bereit, die heute einen regelrechten Wellness-Hype erleben. Doch neu sind diese Pflanzen nicht. Bereits seit Jahrtausenden kommen Adaptogene in verschiedenen Ländern und in der Medizin zum Einsatz. Am bekanntesten sind Rosenwurz, Ginseng, Ashwagandha, Reishi und Chaga.

Adaptogene werden aufgrund ihrer Wirkung nicht nur bei Stress, sondern auch bei Müdigkeit und Erschöpfung erfolgreich eingesetzt. Sie schalten im wahrsten Eine des Wortes das Licht in der Psyche an. 

Licht und Psyche – Das Sonnenlicht ist die Energie des Lebens. Licht und Adaptogene haben eine regulierende Wirkung. Sie sorgen für Bewältigungsreaktionen bei Stress, Unruhe und Depressionen und helfen, wieder ins Gleichgewicht zu kommen und tragen damit zur Verbesserung der Lebensqualität bei. 

Wenn Sie mehr wissen möchten, sprechen Sie mich gerne an.

Quelle: PraxisMagazin 3/2021