Gesunder Egoismus

Denkst Du auch immer nur an die anderen und vergisst Dich meistens selbst?
Ich möchte Dir deshalb folgendes sagen:
DU bist der WICHTIGSTE Mensch in Deinem Leben

Viele Menschen sagen, das sei egoistisch, doch wenn wir ehrlich sind und es richtig betrachten, bedeutet es folgendes: Als egoistisch könnte man eine Person bezeichnen, der in der Lage ist zu geben. Egal, ob es auf finanzieller, geistiger oder gemeinschaftlicher Ebene ist. Diese Person tut es aber nicht sondern behält alles für sich.

Zuerst musst Du bei Dir anfangen, und zwar mit ALLEM, was Du tust, bevor Du anderen helfen kannst.
Wenn Du selbst keine Freude empfindest, wie willst Du anderen eine Freude machen?
Wenn Du Dich selbst nicht liebst und respektierst, wie willst Du dann anderen Menschen Liebe und Respekt geben?Wenn Du Dir selbst nicht helfen kannst, wie soll dann Deine Hilfe für andere aussehen?
Wenn Du immer nur die anderen glücklich machst und diese über Dich stellst, wie willst Du selbst glücklich werden?

Es ist wie mit einer Quelle. Wir können uns nur daran bedienen, wenn sie sprudelt.
Freude und Liebe verdoppeln sich, wenn wir sie teilen. Deshalb sollten wir uns immer zuerst selbst auffüllen, bevor wir andere an unserer Quelle teilhaben lassen. 

Mach Dir also gerne mal Gedanken hierzu.

2022/2023 Rückblick / Hinblick / Vorausblick

2022 ist fast vorbei. Gehörst Du zu den Menschen, die sich die Zeit nehmen um zu reflektieren, was für Dich und Dein Geschäft gut lief und was weniger gut? Ob das, was wir uns vorgenommen haben, auch eingetreten ist und ob wir alles dafür gegeben haben?

Reflexion ist ein Erfolgsgarant. Fokussierte Menschen, wie z.B. Leistungssportler oder Selbständige, etc. nehmen sich dafür bewusst Zeit. Auch wir sollten uns diese Zeit einplanen. Um uns 2023 noch mehr auf das auszurichten, was uns einen einzigartigen Mehrwert bringt. Persönlich, im Geschäftlichen, in unserem gesamten Leben. Wie wir mit unserem Unternehmen und unseren Unternehmungen noch besser werden können. 

Ich habe dieses Jahr so viele phänomenale Momente erlebt. Und ich möchte das in 2023 wieder erleben. Du auch?

Deshalb stelle Dir doch mal Fragen, die wirklich einen Unterschied machen. Denn Du weißt selbst, die richtigen Fragen zu stellen ist das, was Dich wirklich weiterbringt.

Unser Gehirn liebt Fragen. Allerdings sollten wir ihm auch intelligente Fragen stellen. Das ist wichtig, wenn wir ein Leben nach unseren Maßstäben führen wollen.

Hier eine kleine Auswahl an Fragen zur Reflexion und für eine Vorschau für das kommende Jahr: 

Rückblick:
Was lässt Dich persönlich und beruflich am meisten stolz sein?
Was war die schwierigste Situation, die Du in diesem Jahr gemeistert hast?
Was hast Du dadurch gelernt?
Welche Ziele hast Du dieses Jahr nicht erreicht?
Warum hast Du sie nicht erreicht?

Hinblick:
Welche Tätigkeit übst Du mit purer Leidenschaft aus?
Was fehlt in Deinem Leben?
Wie sorgst Du unbewusst oder bewusst dafür, dass es so bleibt?
Was sind die Top 3 Dinge in Deinem Leben die Du in letzter Zeit oder sogar seit Jahren aufgeschoben hast?

Vorausblick
Was ist DIE EINE Sache, die Du nächstes Jahr starten möchtest?
Was ist DIE EINE Sache, die Du nächstes Jahr unbedingt aufhören möchtest?
Was in Deinem Leben verdient mehr Aufmerksamkeit nächstes Jahr?
Stell Dir vor, 3 Jahre sind vergangen und es waren die besten 3 Jahre Deines Lebens. Was waren die Top 1-3 Dinge, die Du erreicht hast, und die Dir ein unbändiges Gefühl von Stolz, Erfolg und Freude geben? 

Und wenn Du fertig bist, dann visualisiere Dein nächsten Jahr mit allen Sinnen.
Was siehst Du?
Was hörst Du?
Was fühlst Du?
Was riechst Du?
Was schmeckst Du?

Gehe so tief, dass Du es wahrlich erlebst. Hole Deine Zukunft ins Jetzt. Spüre alles in jeder Zelle Deines Körpers.
Ich hoffe, dass Du trotz allem Erlebten sagen kannst, dass es ein gutes Jahr war.
Für mich war es das, definitiv.

Wenn Du möchtest, schreibe mir Deine größte Erkenntnis zu den Fragen. Ich freue mich darauf!
Möge 2023 der Start in Dein erfolgreiches Leben werden. 

Täter, Opfer oder Helfer und wie Sie Selbsttäuschungen vermeiden

Wenn Menschen sich in der Dreierkonstellation Opfer-Täter-Helfer erleben, ist dies oftmals nur eine subjektive Wahrnehmung und Interpretation. Nichts geschieht uns ohne unser Zutun, unser Erlauben oder zumindest unser Erdulden und oft geschieht dies unbewusst. Egal, in welcher Rolle wir uns sehen, es könnte sich um eine unbewusste Selbsttäuschung handeln, die der Stärkung unseres Egos dient.

Als Täter hat das Ego den Gewinn, sich als aktiv, selbstbestimmt und unabhängig zu erleben. Der Preis ist der, dem Opfer und Helfer gegenüber als unmoralisch dazustehen. Als Opfer hat das Ego den Gewinn, sich unschuldig zu fühlen und sich damit moralisch über die schlechten, bösen, faulen, unfairen, egoistischen Täter erheben zu können. Der Preis besteht darin, sich abhängig und machtlos zu fühlen. Als Helfer hat das Ego den Profit, sich sowohl dem unmoralischen Täter gegenüber als gut, als auch dem schwachen Opfer gegenüber als stark und hilfreich empfinden zu können. Das Ego hat hier also sogar einen doppelten Gewinn, deshalb ist das Helfersyndrom auch so beliebt. Der Preis hierfür ist nicht gering: Es ist meist sehr anstrengend sowohl immer stark als auch immer gut sein zu müssen. Beides ist prädestiniert für einen Burnout.

Mehr Stärke, Handlungsfähigkeit und Selbstbestimmung

Findest Du Dich in einer dieser Rollen wieder und möchtest etwas Grundlegendes verändern? Dann reicht es nicht, in eine andere Rolle zu wechseln. Es gilt, in Deiner Rolle aus dem Beziehungssystem als Ganzes auszusteigen, um etwas zu verändern. Wenn Du bspw. Deine Rolle als Opfer nicht mehr ausfüllst, ist der Täter kein Täter mehr und es wird kein Helfer mehr gebraucht und umgekehrt. Bei einem Coaching geht es darum, dass ein Opfer seine eigene Stärke, Handlungsfähigkeit und seine Lebensgestaltung erkennt und in die eigene Hand nimmt. Noch wichtiger ist meist der Verzicht auf die eigene innere moralische Überhöhung. Der Helfer kann lernen, dem Opfer seine eigenen Selbsthilfekräfte zuzutrauen und nicht ständig einzugreifen.

Mit dem St.Galler Coaching Modell (SCM)® kannst Du die Selbsttäuschungen als Täter, Opfer oder Helfer erkennen und auflösen, um in der Folge in die eigene Stärke und Handlungsfähigkeit zu gelangen und dem Leben eine neue, selbstbestimmte Ausrichtung geben zu können.

Quelle: CAS
Bild: Corinna Bildat

Werte – das Wertvolle im Leben erkennen

Hinter dem Wunsch nach einer Veränderung bzw. Entwicklung steckt bewusst oder unbewusst die Absicht, einen Wert zu vermehren. Werte sind individuelle Zustände, die für Menschen wertvoll bzw. sehr wichtig sind. Egal ob im privaten oder beruflichen Bereich, Werte repräsentieren unsere wirksamsten Motivationsfaktoren: Unser gesamtes Handeln und Streben, unser Tun und Nicht- Tun ist darauf ausgerichtet, für uns Wertvolles wie Anerkennung, Freude, Liebe, Freiheit oder Harmonie zu vermehren bzw. seiner Verminderung entgegenzuwirken. Sind Werte in ausreichendem Masse in unserem Leben vorhanden, erzeugen sie einen tieferen Sinn, der uns glücklich macht. Werden unsere Werte verletzt oder wir vermissen sie bei der Arbeit oder in Beziehungen, kann uns das unglücklich oder gar krank machen.
 
Werte und Ziele als Schlüssel der Veränderung
 
Unsere Ziele beschreiben (lediglich) die Art und Weise, wie unsere Werte erreicht bzw. vermehrt werden sollen. Ein Ziel sagt etwas darüber aus, wie ich glaube, (mehr) sein zu müssen, was ich meine, (mehr) können oder haben zu müssen, um einen persönlichen Wert zu erreichen bzw. zu vermehren. Die Erreichung von Zielen hat mehrere bewusste und unbewusste Aspekte – unter anderem auch Nachteile – und bringt eine Veränderung der inneren Zustände und äusseren Umstände mit sich.
Bei der Frage, was Menschen vermissen oder wovon sie gerne mehr hätten, werden nicht selten «Selbst-Themen» genannt. Selbstbewusstsein, Selbstvertrauen und Selbstsicherheit sind jedoch in aller Regel nur vorgelagerte (noch nicht zu Ende gedachte) Werte. Die Frage ist, was Wertvolles kann und möchte ich in meinem Leben vermehren, wenn ich mehr Selbst … hätte? Auch scheinbare Werte wie Mut, Zeit oder Geld sind letztlich nur Erfüllungsgehilfen für höhere Werte. Wichtig bei all diesen Werten ist der Selbstbezug – es geht hierbei um mich! Beziehe ich meinen Wert von aussen (z.B. Anerkennung oder Besitz) bin ich von der Aussenwelt (anderen Personen, den Umständen) abhängig und richte mich nach ihr anstatt nach meinen Bedürfnissen. Gleiches gilt für das Ziel, über das ich den Wert vermehren möchte: Wie müsste ich (mehr) sein, was können oder tun, um mehr von dem Wertvollen zu generieren? Der Schlüssel zur Entwicklung liegt stets in mir selbst.
 
Welche Werte vermisst Du in bestimmten Lebensbereichen und wie gedenkst Du diese zu erreichen? Das St.Galler Coaching Modell (SCM)® hilft, zu erkennen und zu benennen, was im Leben fehlt und wofür Menschen letztlich die Dinge tun, die sie tun. Die Bewusstwerdung von Wert und Ziel und der daran beteiligten Elemente ist die notwendige Voraussetzung, um Ihrer gewünschten Entwicklung eine klare Ausrichtung zu geben.
 
Quelle: Coachakademie.ch
Bild: Corinna Bildat

Systeme und ihre Verstrickungen sichtbar machen

Menschen sind nicht nur Individuen, sondern gleichzeitig auch immer in verschiedene Systeme eingebunden – in private Systeme (Herkunftsfamilie, selbst gegründete Gegenwarts-Familie, Freundes- und Bekanntenkreis) sowie berufliche Systeme (Unternehmen, Organisationen und Teams). Jedes System besteht aus einzelnen Elementen, die miteinander verbunden sind und besitzt eine Art Selbstregulation sowie eine passende Ordnung, die dem System Stabilität verleihen soll. Ändert sich in einem System auch nur ein einzelnes Element, hat dies sowohl Auswirkung auf den Einzelnen als auch auf das ganze System. Gleichzeitig bestehen Wechselwirkungen zwischen den einzelnen Systemen, die sich bewusst oder unbewusst hinsichtlich ihres Zustands beeinflussen. Die Herkunftsfamilie ist das einflussreichste System, dem Menschen angehören: Hier übernehmen wir als Kind von unseren Eltern generationenübergreifend Wertevorstellungen, Glaubenssätze sowie Denk- und Verhaltensmuster, die uns i.d.R. auf unbewusster Ebene zeitlebens beeinflussen.
 
Unbewusste Konflikte sichtbar machen
Schwelende Konflikte, Ausgrenzungen, Krankheiten, schwere Schicksalsschläge, Tod oder andere systemische Verletzungen in der Familie oder Ahnenreihe haben Auswirkungen auf das gesamte System und dessen Mitglieder. Die Mitglieder des Systems oder deren Nachkommen versuchen dann unbewusst, das System wieder ins Gleichgewicht zu bringen – z.B. etwas in Erinnerung zu bringen oder wieder gut zu machen, eine Ungerechtigkeit zu sühnen. So können wir selbst oder andere Systemmitglieder zu sogenannten «Symptomträgern» werden: Unbewusst übernehmen wir alte Denk- und Verhaltensmuster und handeln manchmal wie fremdgesteuert, indem wir Schicksalsschläge eines Familienmitglieds wiederholen, unglückliche Beziehungen eingehen, partner- oder kinderlos bleiben, unserem Erfolg selbst im Wege stehen, zu Konflikten neigen, uns unsicher oder wertlos fühlen, Ängste oder unerklärliche psychische sowie körperliche Störungen entwickeln. Auch sich wiederholenden beruflichen Fehlschlägen, Selbstsabotage der beruflichen Karriere, Schwierigkeiten mit Autoritäten und Burnout können meist unbewusste Dynamiken in der Herkunftsfamilie zugrunde liegen. Solange man nicht erkennt, mit wem und wie man familiär verstrickt ist, bleiben die eigenen Gefühle und Emotionen und das eigene Verhalten häufig unverständlich.
 
Das St.Galler Coaching Modell (SCM)® ermöglicht es, unbewusst wirkende Konflikte und Dynamiken in familiären, partnerschaftlichen und beruflichen Systemen sichtbar zu machen und in tieferen Gefühls- und Emotionsschichten aufzulösen. Zudem fördert die Coaching-Methode mittels Aufstellungen einen Perspektivenwechsel: Standpunkte und Situationen können aus einem anderen Blickwinkel heraus wahrgenommen werden, so dass eine neue Sichtweise entsteht, die eigene Handlungsspielräume schaffen und Energie für Entwicklungsschritte freisetzen kann.
 
Quelle: Coachakademie.ch
Bild: Frank Spichala

Die Frage nach dem Sinn klären

Über den Sinn des Lebens zerbrechen sich Philosophen seit Jahrtausenden den Kopf. Nicht wenige fragen, ob unsere Existenz überhaupt einen Sinn haben muss. Ist es unser nur unser Ego, das unserem Dasein unbedingt eine Sinnhaftigkeit verleihen möchte? Ungeachtet dessen scheint eine Antwort auf die Frage «Was ist ein sinnvolles Leben?» – Was soll ich tun, wie soll ich mich verhalten, um mein Leben sinnvoll zu gestalten? – einen hohen Stellenwert für uns zu haben. Womöglich gibt es jedoch keine allgemeingültige Antwort auf diese Frage, sondern jeder Mensch muss die Antwort darauf selbst finden, muss sich selbst «be-sinn-en». Zu den meist genannten sinn- stiftenden Faktoren und Lebenszielen gehören die Lebensfreude bzw. das Glücklichsein, zu lieben und geliebt zu werden sowie die Berufung zu finden.

Die wahren Werte identifizieren
Der Sinn des Lebens ist der eigentliche und tiefste Beweggrund eines Menschen, zu handeln. Er orientiert sich an der Verwirklichung von Werten, an Dinge, die für uns wertvoll sind und die wir vermehren möchten. Es gilt also, sich seiner Werte bewusst zu werden. Unsere wirklichen (!) Werte sind nichts, was sich unser Kopf ausgedacht hat oder was ausserhalb von uns ist. Sie sind nicht vom Besitz von Dingen (z.B. Geld) oder Menschen, einer gesellschaftlichen Stellung (z.B. beruflichem Erfolg) oder den Handlungen von anderen Menschen abhängig. Wirklich Wertvolles können wir nur in uns selbst finden und generieren. Es bildet sich spürbar auf der Körperebene ab und wird in Situationen von Werte-Fülle als angenehme innere Zustände (z.B. innere Freiheit, Harmonie, Leichtigkeit, Freude) und in Momenten von Werte-Mangel bzw. -Verletzung als unangenehme innere Zustände (z.B. Traurigkeit, Angst, Ohnmacht) empfunden.
Ein dauerhaftes Werte-Defizit – z.B. basierend auf einem Mangel an Selbst-Vertrauen, Selbst-Akzeptanz oder Selbst-Liebe – kann eine langanhaltende Unzufriedenheit und energetische Erschöpfung im Beruf und/oder Privatleben auslösen. Ein Werte-Mangel kann auch als Fehlen von Sinnhaftigkeit empfunden werden. Oft blockiert der Verstand den Zugang zu Sinnvollem: Bestimmte eingeprägte Glaubenssätze (über uns, die Anderen und das Leben), vermeintliches Erfahrungswissen oder Pseudo-Sinn-Angebote, wie z.B. Unternehmen, die mit materiellen Anreizen locken, können das Erkennen von wirklich Sinnvollem verhindern.

Das St.Galler Coaching Modell (SCM)® unterstützt Menschen bei der Entwicklung eines wertorientierten und sinnstiftenden Selbst. Zudem fördert die Coaching-Methode die Wahrnehmung Deiner eigenen Person jenseits von Denken auf der Körperebene – die Voraussetzung für eine Selbst-Bewusstwerdung.

Quelle: Coachakademie.ch
Bild: Frank Spichala

(K)ein Problem

Nicht wenige Menschen neigen dazu, das Wort «Problem» zu vermeiden und an dessen Stelle Wörter wie «Herausforderung» oder «Thema» setzen. Doch hilft es, dem negativen Aspekt des Problems – eine Sache nicht im Griff zu haben, blockiert oder gelähmt zu sein – auszuweichen und das ganze positiv zu formulieren? Das Problem beschreibt etwas, das uns bei der Erreichung oder Umsetzung eines Ziels (be)hindert und der Vermehrung von etwas, das für uns wichtig ist und einen Wert darstellt, im Wege steht.

Auch wenn Probleme (meist) im Aussen zu bestehen scheinen, so sind wir immer Teil des Problems und tragen meist unbewusst zu dessen Entstehung bei. Probleme bestehen in uns, in Form einer Blockade, eines unerfüllten Bedürfnisses oder einer Verwirrung. Auch wenn es sehr menschlich ist, ungern Probleme zu haben, ist es möglich zu lernen, Problemen wertschätzend zu begegnen. Wir können Probleme und Hürden im Leben als «Boten» verstehen, die uns mitteilen wollen, dass wir uns in bestimmten Situationen verändern bzw. entwickeln sollen. Voraussetzung ist, dass wir nau hinschauen und hören, was die Probleme von uns wollen. Insbesondere immer wiederkehrende Probleme in beruflichen oder privaten Beziehungen können als Aufforderung verstanden werden, über unsere Gefühle, Emotionen und unser Verhalten in Konfliktsituationen nachzudenken: Was genau macht der Konfliktpartner? Welche Gefühle und Emotionen löst er bei mir aus? Wie reagiere ich darauf?

Die Vorteile des Problems erkennen

Probleme können Hinweise auf lang zurückliegende seelische Verletzungen, an die wir uns meist nicht mehr erinnern, liefern. Solche sich wiederholenden Verletzungen führen insbesondere in frühen Lebensphasen oftmals zu einer negativen Bewertung der eigenen Person. Es sind gefühlte Unzulänglichkeiten und Defizite, die neben Angst, wie z.B. zu versagen oder nicht zu genügen, bestimmte Verhaltensmuster entstehen lassen. Wir entwickeln Angriffsstrategien, beschuldigen unser Gegenüber, weisen die Schuld Dingen im Aussen zu oder wir entwickeln Fluchtstrategien indem wir Konflikte vermeiden und uns klein machen. Diese Muster lösen das eigentliche Problem nicht auf, sondern verstärken es indirekt.

Das St.Galler Coaching Modell (SCM)® hilft, die bewussten und unbewussten Aspekte (z.B. die Vorteile) eines Problems zu erkennen und zu erkunden, um was es in der Tiefe wirklich geht. Die Coaching-Methode unterstützt Dich darin, die für die Problembewältigung geeigneten Ressourcen in Dir zu identifizieren und zu aktivieren. Die Bewusstwerdung des Problems und der daran beteiligten Elemente ist die notwendige Voraussetzung, um Deiner gewünschten Entwicklung eine klare Ausrichtung zu geben.

Quelle: Coachakademie.ch

Bild: Corinna Bildat

Neue Energiequellen freisetzen

Im menschlichen Körper laufen ununterbrochen energieverbrauchende Prozesse für verschiedene, lebensnotwendige Grundfunktionen ab. Dabei hängt unser Energieverbrauch nicht nur mit dem Ausmass der physischen Belastung, wie z.B. in Form von körperlicher Arbeit oder Sport zusammen, sondern ist auch von unserem geistigen und seelischen Zustand abhängig. Insbesondere wenn wir Ärger, unerfüllte Bedürfnisse oder Ängste spüren, erhöht sich unser Energieverbrauch deutlich. Diese negativen Emotionen werden in der Regel in Verbindung mit intensivem Denken oder Grübeln – in Form von unangenehmen Vorstellungen oder Erwartungen – generiert. Da das Gehirn der grösste Energieverbraucher in unserem Körper ist, führen diese bewussten kognitiven Prozesse zu einem vergleichsweise hohen Energieverbrauch. Das Unbewusste verbraucht deutlich weniger Energie, obwohl es bei Entscheidungen auf tausendmal mehr Informationen zurückgreift, als der Kopf und damit die Vernunft zur Verfügung hat. Auf der anderen Seite sorgen positive, angenehme innere Zustände für die Produktion bzw. Freisetzung von Energie.

Inneren Frieden schaffen

Unsere Energiebilanz hängt zu einem Grossteil davon ab, wie wir mit Veränderungen – einem Merkmal von Leben und Lebendigkeit – umgehen (können). Die Fähigkeit, Veränderungen anzunehmen und sich einer neuen Situation zu stellen, kann eine grosse Energiefreisetzung bewirken, die in der Folge die Veränderung leichter handhabbar macht. So ist es deutlich energiesparender, bei Veränderungen gelassen zu bleiben, als einen enorm energieaufwändigen Kampf zu führen, der sich gegen Veränderung richtet. Im Zentrum dieses Kampfes steht meist unbewusst die Angst, dem Neuen nicht gewachsen zu sein. Angst bindet sehr viel Energie und kann uns lähmen oder gar blockieren. Die negative, angstgebundene Energie kann jedoch in positive, freudvolle Energie umgewandelt werden. Voraussetzung ist, dass man die meist unbewusste Angst erkennt, sich der Angst stellt und diese als bestehenden Teil des Selbst annimmt. Durch diese Annahme kann eine energetische Transformation erfolgen, in der ein innerer Frieden zu finden ist.

Übrigens: Menschen, die einen hohen psychischen Energieverbrauch haben, verwenden nicht nur ihre eigene Energie, sondern ziehen auch Energie im Aussen ab. Egal, ob sie übermässig viel Anerkennung von Mitmenschen einfordern, sie kontrollierend oder perfektionistisch nicht zu erfüllende Forderungen an sich und andere stellen, sie als Opfer ohne Eigenverantwortung von anderen gerettet werden wollen, oder als Gespaltene nur Schwarz oder Weiss, Freund oder Feind kennen – sie alle benötigen Energie von Mitmenschen. Dies geschieht nicht selten unbewusst.

Das St.Galler Coaching Modell (SCM)® hilft, Momente des Nicht-Denkens in den Alltag zu integrieren und sich von Energieräubern abzugrenzen, um Energie zu sparen und zu regenerieren. Zudem unterstützt Dich die Coaching-Methode darin, angstgebundene Energie freizusetzen, um mittels eigener Ressourcen eine Entwicklung hin zu mehr Lebensqualität zu fördern.

Quelle: coachakademie.ch

 

Kompetenzaktivierung

Pixabay

Aktivieren Sie Ihre Kompetenz-, Lern- und Entwicklungsfelder auf vier Ebenen: 

Mindset: Entwickeln Sie eine ressourcenorientierte Sprache, bauen Sie resilienzstärkende Denkhaltungen und Einstellungen auf. Regen Sie Ihre Neuroplastizität an, fördern Sie Ihre Achtsamkeit und lenken Sie Ihre Aufmerksamkeit auf Ihre Ressourcen.

Embodiment: Entwickeln Sie eine gute Körperwahrnehmung und eine offene Haltung. Bauen Sie Verspannungen ab und fördern Sie Ihre Wohlstimmung, innere Spannkraft, Flexibilität und Beweglichkeit. Bauen Sie Stressmuster und negative somatische Marker ab.

Interaktion mit anderen: Fördern Sie das soziale Engagement, Bauen Sie Sicherheit auf eine gegenseitige Stärkung um Umgang mit anderen auf. Regulieren Sie sich selbst durch resilienzfördernde Kommunikation und pro-soziale Signale.

Kontext-Gestaltung: Gestalten Sie eine resilienzfreundliche Umgebung, erkennen Sie Wechselwirkungsprozesse zwischen Kontextbedingungen, Selbstausdruck und Potenzialentfaltung. Üben Sie einen pro-aktiven Umgang mit konkreten Lernsituationen und Herausforderungen.

Ziel ist es, nach und nach die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, dass Sie aufgrund eines erweiterten Kompetenzbewusstseins in der Lage sind, Ihre Kompetenzen auf allen Entwicklungsfeldern so weit abzurufen, dass Ihnen in Krisensituationen ausreichende Wahlfreiheiten zur Verfügung stehen und Sie handlungsfähig bleiben.

Resilienz

Der Begriff Resilienz kommt ursprünglich aus der Materialforschung und beschreibt die Fähigkeit eines Materials, nach einer Verformung wieder in den ursprünglichen Zustand zurück zu kehren.

Es ist die Kraft, sich von Krisen, wie Trennung, Verlust, Rückschlägen etc. zu erholen und sich nicht dauerhaft zu verbiegen und hilflos sein eigenes Leben zu betrachten. Es ist die Kraft, weiter zu machen und neue Herausforderungen meistern zu können.  Diese Kraft kann bereits im frühen Kindesalter durch positive Bezugspersonen und viel Unterstützung geschaffen werden. Menschen, die in der Kindheit bestärkt wurden, Neues auszuprobieren und weiter dran zu bleiben, können dieses Fähigkeit in der Regel auch im späteren Leben sehr gut nutzen. Diese Erwachsenen haben in der Regel ein sehr starkes Selbstbewusstsein und den Glauben in ihre eigenen Kompetenzen. Dies wiederum führt zu Optimismus und zu der festen Überzeugung, immer eine Lösung zu finden.

Was bringen diese Menschen mit:

  • Eine stabile Gefühlswelt
  • die Fähigkeit Eigenverantwortung zu übernehmen
  • emotionale Stabilität
  • optimale Handlungskontrolle
  • Kontrolle der eigenen Verhaltensreize
  • überlegtes Handeln
  • die Fähigkeit, auf sofortige Belohnungen zugunsten länger geplanter Ziele zu verzichten
  • Perspektivenwechsel zulassen

In den seltensten Fällen hatten erfolgreiche Menschen all diese positiven Eigenschaften von Anfang an. Die gute Nachricht ist, Resilienz ist für alle Menschen in jedem Alter erlernbar! Wichtig ist dabei, dass Sie Menschen um sich haben, die an Sie glauben und Sie fördern. Schaffen Sie sich also ein positives Umfeld mit Menschen, die Sie stärken.

Durchhalten beginnt mit einfachen Sätzen wie:

  • Ich gebe nicht auf
  • Ich schaffe das
  • Ich finde eine Lösung
  • Ich erreiche meine Ziele

Schreiben Sie sich negative Dinge von der Seele. Das ist ein heilsamer Prozess, um mit Schicksalsschlägen, Niederlagen oder Krisen besser umgehen zu können. Sie machen sich damit Ihre Gefühle, Gedanken über Ihr eigenes Leben bewusster und können diese besser sortieren.

Studien in Pennsylvania State University konnten nachweisen, dass sich die Probanden schon nach 10 Tagen ihre Sorgen buchstäblich von der Seele schrieben. Nach 30 Tagen fühlten sie sich sogar besser, als die Kontrollgruppe ohne jeglichen Kummer.

  • Schreiben Sie sich am besten morgens, gleich nach dem Aufstehen alles von der Seele, um den Kopf frei zu bekommen.
  • Nutzten Sie Stift und Papier, denn der langsamere Prozess des Schreibens ist für unser Gehirn förderlich. Es fördert Ihre Achtsamkeit Ihrem Inneren gegenüber.
  • Nehmen Sie sich insgesamt 30 Minuten Zeit und schreiben Sie 20 Minuten am Stück ohne Bewertung
  • Lassen Sie die Rechtschreibung außer Acht
  • Schreiben Sie konstant, ohne Pause und alles, was Ihnen in den Sinn kommt
  • Fällt Ihnen nichts ein, so schreiben Sie genau das: Mir fällt nichts ein und ich schreibe trotzdem einfach weiter, auch wenn ich es komisch finde…
  • Führen sie die Übung mindesten 10 Tage durch

Später reichen oft schon 10 Minuten, da Sie eine gewisse Routine darin bekommen. Durch den „freieren Blick“ für den bevorstehenden Tag und Sie werden sehen, dass Sie sich weniger besorgt fühlen und das dient der Stärkung der Resilienz.

Resilienz bedeutet schließlich

  • Widerstandsfähigkeit und nicht Abhärtung!
  • achtsamer mit sich umzugehen
  • sich Unterstützung zu holen
  • Dinge im Team zu erledigen

Am Ende wird alles gut.
Wenn es nicht gut ist,
dann ist es noch nicht das Ende.

(Fernando Sabino)

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