Die richtige Ernährung gegen Stress

Richtige Ernährung gegen Stress

Mehr Eiweiß bei erhöhtem Bedarf: Je mehr Ihr Körper gefordert ist, desto mehr Eiweiß müssen Sie ihm zuführen: Sei es wegen einer Krankheit, einer Grippe, einer größeren Verbrennung oder weil Sie mit dem Chef oder Ehepartner Stress haben. Ja, tatsächlich auch Stress, insbesondere der alltägliche Dauerstress, geht nicht spurlos an uns vorüber.

Die damit einhergehende überhöhte Ausschüttung von Stresshormonen (Cortisol und Adrenalin) erfordert zusätzliches Baumaterial für die Produktion von Stresshormonen. So sind für das Cortisol der Baustoff „Cholesterin“ und für das Adrenalin der Eiweißbausteine „Tyrosin“ und „Phenylalanin“ unabdingbar. Je mehr Stress Sie haben, desto mehr Eiweiße (und auch Cholesterin) sind also gefragt. Werden Sie diesen Anforderungen nicht gerecht, dann zehrt Stress von Ihren Eiweißdepots in den Muskeln.

Quelle: Schaub Institut für Ernährung und Naturheilverfahren; „Die Befreiung aus den Krankheitsfallen“

Ihre innere Einstellung zählt

Stressbewältigung - Ihre innere Einstellung zählt

„Sie dürfen nicht alles glauben was Sie denken“

In dieser Aussage des deutschen Komikers Heinz Erhardt (1909-1979) liegt unglaublich viel Wahrheit. Denn Glaubenssätze bestimmen unser Leben. Wenn sie negativ behaftet sind, können sie sogar unser Leben blockieren.

Hier ein paar Beispiele für negative Glaubenssätze:

  • „Immer trifft es mich“
  • „Das schaffe ich nie“
  • „Erst die Arbeit, dann das Vergnügen“
  • „Ich bin nicht gut genug“
  • „Immer ist alles so teuer“
  • „Ordnung ist das halbe Leben“
  • „Mich mag eh keiner“
  • „Wenn das passiert, geht die Welt unter“
  • „Alle finden mich komisch“

Die Glaubenssätze sind unsere inneren Antreiber, die als persönliche Stressverstärker wirken, da sie uns seit frühester Kindheit begleiten:

  • „Mach schnell“
  • „Streng dich an“
  • „Mach es allen Recht“
  • „Sei stark“
  • „Sei nett“
  • „Mach dich nicht schmutzig“
  • „Das kannst Du nicht“
  • „Indianer weinen nicht“
  • „Das verstehst Du nicht“

Möchten Sie Ihre negativen Glaubenssätze ins Positive umkehren und Ihre Stressverstärker abbauen, helfe ich Ihnen gerne dabei.

Faszien und Stress

Stress und Faszien

Ungefähr 20 Kilogramm sollen die Faszien in unserem Körper ausmachen. Sie sollen eine zentrale Rolle für unsere Gesundheit spielen.

Durch die Faszien ist alles im Körper miteinander verbunden und sie reagieren völlig unabhängig von einem muskulären oder einem nervlichen Reiz. Faszien reagieren ganz langsam und nachhaltig auf emotionalem Stress. Dieser emotionale Stress kann auch Verspannungen und Schmerzen auslösen.

Die Faszien sind durchzogen von unzähligen Schmerzrezeptoren. Stress wirkt sich unmittelbar auf das fasziale Gewebe aus. Und damit kommt der Sympathikus, ins Spiel. Der Sympathikus ist Teil des vegetativen Nervensystems. Vom Gehirn aus über das Rückenmark führt er zu fast allen Organen. Wir können ihn nicht kontrollieren. Bei Stress wird er er aktiv und programmiert unseren Körper wie in Urzeiten auf Kampf oder Flucht.  Dann sorgt er für erhöhten Puls, feuchte Hände und zittrige Stimme.

In der Faszie gibt es ein Geflecht von Nervenfasern, das sind hochwarscheinlich sympathische Fasern. Wenn diese Fasern erregt werden, dann setzen sie Substanzen frei, die zu einer Kontraktion der Blutgefäße führen. Und das wäre eventuell einer der Mechanismen, der erklären könnte, warum unsere Rückenschmerzen stärker werden, wenn wir unter Stress stehen. Stress aktiviert den Sympathikus. Der fährt über die Schmerzautobahn im Rücken nach unten in die Nerven der Faszie. Die Faszien haben sehr gute Verbindung zu den Nervenzellen im Rückenmark, man kann davon ausgehen, dass die Faszien eine sehr große Rolle spielen, bei weichtelbedingten Rückenschmerzen. Menschen mit hohem Grad an Stress, vor allem Menschen mit Traumatisierungen in der Vorgeschichte und mit emotional belastenden Erlebnissen unterscheiden sich in ihrem Schmerzempfinden von Menschen mit normalen Rückenschmerzen. Wenn Schmerzen immer wieder auftreten, z. B. durch falsche Bewegungsabläufe oder falsche Bewegungsmuster, dann neigen Menschen mit einem hohen Level an Stress oder traumatischen Erfahrungen dazu, dass sich dieser Schmerz besonders einprägt. Mann kann sich das so vorstellen, dass die myofaszialen Gewebe einen besonders schnellen Draht ins Gehirn haben, ins Schmerzgedächtnis und dort dann auch besonders schnell chronifizieren können. Vermutlich haben Menschen mit chronischen Rückenschmerzen ein besonders ausgeprägtes Schmerzgedächtnis. Mit EMDR (Eye Movement Desensitization and Reprocessing, was auf Deutsch Desensibilisierung und Verarbeitung durch Augenbewegung bedeutet) können belastende Erlebnisse bearbeitet werden. In einer Studie hat sich herausgestellt, dass durch EMDR gute Erfolge erzielt werden können.

Stress kann Rückenschmerzen auslösen und verschlimmern. Bewegung und Dehnung können verklebtes fasziales Gewebe erneuern und Rückenschmerzen mindestens lindern.

Quelle: Faszien, geheimnisvolle Welt unter der Haut (Arte Film vom 27.01.2018)